Wer sind wir?


Die FleischerEi ist eine Ateliersgemeinschaft in Dresden von jungen Künstlern, die sich Räume teilen, um miteinander und nebeneinander Kunstwerke zu erschaffen.

Von Februar 2008 bis Juni 2009 beherbergte die Hauptstr. 5 in Dresden eine Außenstelle, welche vorwiegend als Ausstellungsfläche von uns und unseren Gastkünstlern genutzt wurde.

Kennt ihr Milchring? Bei uns ist eine Sammelstelle.

07.03.2010 - Vernissage im Listhús


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Flyer2

Pressetext

Drei Künstlerinnen, drei verschiedene Herangehensweisen - ein Tatort

Die Ausstellung „Blick durchs Atelierfenster“ zeigt Arbeiten von Jeanette Mörz, Katrin Kunde und Marielle Viola Morawitz, die sich in der Dresdner Neustadt einen großen Atelierraum teilen. Seit einigen Jahren arbeiten sie gemeinsam in einer ehemaligen Fleischerei, jede auf ihre Art und Weise – jetzt stellen sie gemeinsam aus!

Mörz` Bilder basieren auf Gesehenem beim alltäglichen Gang durch die Stadt. Dabei sind es vor allem die übersehenen, vermeintlich unbedeutenden Dinge, die sie begeistert in ihre Augentaschen einsammelt und mit in die Werkstatt nimmt. Dort warten sie als Ideen im Regal oder fügen sich in bereits begonnene Arbeiten ein. Im Zentrum ihres Schaffens steht die menschliche Figur, allein oder in Spannung zum Raum. Die Personen sind häufig in ihrer Privatheit, im Augenblick des inneren Rückzugs, des Unbeobachtetseins gemalt. Der Betrachter schaut hinter den Vorhang und wird sowohl aus der Ferne als auch aus unmittelbarster Nähe Zeuge von Momenten, die nicht für sein Auge bestimmt sind: Er sieht die Figuren leer kauernd, im Selbstgespräch, ohne Ende wartend, allein ertragend. Doch die Figuren gewähren ihm keinen Zutritt zu sich. Sie bleiben allein im Mitsichsein.
Die Orte, Treppenhaus, Zimmer oder Bahnhof, erinnern an gewesene Zeiten. Kostbare Farben und Tapeten in aufwändiger Ornamentik scheinen still durch die Schichten der Zeit hindurch. Raum und Individuum, Materialien und Technik fügen sich zu ambivalenten Bildern zueinander und setzen auf diesem Pfad das Gespräch mit dem Betrachter fort.

Das Unterwegssein und Einfangen von Momenten gehört ebenfalls zur Arbeitsweise von Katrin Kunde – die Konzentration liegt dabei nicht auf zwischenmenschlicher Aktion, sondern auf Gegenständlichkeit: Farbreste, bröckelnder Putz, morsches Holz, achtlos Weggeworfenes, zu einem zufälligen Stillleben geordnet – witzige, skurrile und stille Motive, die von ihr entdeckt und mit der Handykamera aufgenommen werden. Durch die Eigenart der Kamera wirken die Farben in einer künstlichen Kühle überraschend verfremdet, ohne nachträglich von ihr digital bearbeitet worden zu sein. Die Momentaufnahmen zeigen verschiedene Oberflächen und Strukturen, die von Vergänglichkeit zeugen und eine ganz individuelle friedliche Schönheit aufweisen. Viele ihrer Motive existieren bereits nicht mehr oder haben sich weiter verändert. Besonders spannend an dem von ihr bearbeiteten Thema findet Kunde die Vorstellung, der Veränderung über mehrere Jahrhunderte hinweg. Was würden wohl Archäologen der Zukunft finden und welche Erkenntnisse würden sie aufgrund der Spuren über unser Alltagsleben rekonstruieren?
Zukünftiges und Gegenwärtiges ist gleichsam in den Grafiken und Malereien von Marielle Viola Morawitz zu finden. Fliegende Untertassen, kunterbunte, vielarmige und meist fröhliche Aliens stehen der einfachen Lebensumwelt geprägt durch Tiere und häusliche Gegenstände gegenüber. Eine intensive Farbigkeit, ein comichafter Popart-Charakter mit einem Sinn für dadaistisches Gedankengut kreuzen Gestaltungstechniken, die spontan an Kinderzeichnungen erinnern. Das Dargestellte ist mit einem großen Schuss Humor gewürzt und zwinkert den Betrachter scherzend an. Es fordert zum Lachen auf. Lachen Sie mit!
Zur Eröffnung der Ausstellung lädt die Galeristin Ilona Krieg in das wildromantische und freche Listhús in Maxen am 07.03.2010, um 14.oo Uhr ein. Es spielt Daniel Gabriel Jagieniak am Akkordeon.

Ausstellungsdauer: 07.03.2010 – 09.05.2010
Ausstellungsort: Listhús - Maxener Straße 13 - 01809 Maxen
Öffnungszeiten: Samstag/ Sonntag 13.oo bis 16.oo Uhr

07.03.2010 - Impressionen zur Vernissage im Listhús


Vielen Dank an die 88 Besucher, die trotz Schnee den Weg ins schöne Maxen gefunden haben und an die vielen Helfer sowie Mitwirkende. Ich empfand den Tag als sehr angenehm, war begeistert von der inspirierenden Musik von Daniel Gabriel Jagieniak und der allgemeinen guten Laune.

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Ilona während der Rede

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Daniel

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wir drei Künstlerinnen mit Freunden

Atelier FleischerEi

Erlenstr. 09 - 01097 Dresden

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